Schlaf und Traum – Vorstellungen von 1959

 

Schlaf und Traum – Vorstellungen von 1959

 

Der Traum hat keine direkten Beziehungen zur Schlaflosigkeit, aber er ist doch ein Begleiter des Schlafs, so dass er erwähnt werden muss.

 

Wenn die wahre Natur der Träume auch heute noch nicht ganz geklärt ist, so wissen wir doch, dass dem Traum eine Hemmung der normalen Funktion der Gehirnrinde zu Grunde liegt. Träume entwickeln sich nur dann, wenn eine nicht vollkommene Hemmung der Gehirnfunktionen besteht, wie etwa im tiefen Schlaf oder bei Schlaf durch narkotische Schlafmittel. Es ist ganz sicher anzunehmen, dass Träume sich am ehesten während des Einschlafens oder vor dem Aufwachen einstellen oder wenn der Schlaf aus anderen Ursachen weniger fest ist.

 

Im Schlaf hat unser Unterbewusstsein Gelegenheit, sich bemerkbar zu machen und Störungen des Körpers wahrzunehmen und als Traum zu deuten.

So verschiebt sich etwa während des Schlafs unsere Decke, unsere Beine beginnen zu frieren. Das führt dann zu einem Traum, in dem wir etwa durch kaltes Wasser hindurch müssen. Oder eine Kreislaufstörung macht sich im Traum bemerkbar, indem wir glauben, ein Untier sitze auf unserer Brust.

 

Außerdem wirken auch noch die abgelaufenen Ereignisse des Tages mit all ihren Konfliktsituationen in unseren Schlaf hinein und sind Ursache für Träume, in denen wir mit Leichtigkeit Probleme lösen, die uns am Tag schwer zu schaffen machten.

 

Es können außerordentlich schwache Reize sein, die entsprechende Träume auslösen, weil im Schlaf unser Unterbewusstsein schon auf die leisesten Reize reagiert, die im wachen Zustand überhaupt nicht bemerkt werden. So kommen Träume zustande, von denen wir uns überhaupt nicht vorstellen können, wie sie in unsere Vorstellungswelt gelangen, weil die Wahrnehmung hierfür eben so gering war, dass wir sie gar nicht ins Bewusstsein aufnahmen. Erst das Unterbewusstsein bringt sie als Traum zum Vorschein.

 

Da Träume nur bei Hemmung der Leistungen des Gehirns entstehen können, ist es nicht verwunderlich, dass wir die unsinnigsten Dingen träumen, von denen wir uns beim Erwachen fragen, wie wir überhaupt auf solche Gedanken kommen konnten. Es sind eben Störungen des Gehirns im Schlaf, die dann als Träume in Erscheinung treten.

 

Es ist auch schon oft beobachtet worden, dass Menschen von Krankheiten träumten, die zurzeit des Traums noch gar nicht bestanden hatten und die erst Wochen und Monate später offenbar wurden.

Auch das ist so zu erklären, dass unsere Unterbewusstsein im Schlaf schon die Frühsymptome einer Krankheit wahrnimmt und als Traum verarbeitet, lange bevor wir uns krank fühlen und in unserem Bewusstsein die Krankheit wahrnehmen.

 

Wie köstlich können Träume sein, Geschenke aus einer besseren Welt. Im Traum können wir unsere Welt, unsere Probleme so gestalten, wie wir es wünschen. Unser Unterbewusstsein benutzt den Traum als Heilung, als Lösung, als Gesundung.

 

Quelle: „was tut man gegen Schlaflosigkeit“ von 1959

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